17.07.2016

{Travel} Genua und Florenz

Nachdem ich Korsika schweren Herzens verlassen und mir auf der Fähre einen ordentlichen Sonnenbrand geholt hatte, verbrachte ich zwei schöne Tage in Genua. Ich kannte die Stadt bereits von früheren Besuchen, da Freunde von uns dort wohnen. Bei der Tochter war ich auch jetzt zu Besuch. Eben weil ich nicht zum ersten Mal in Genua war, lies ich die Kamera daheim, denn ich wusste ja, dass ich sie in den darauffolgenden Tagen noch genug mit mir rumtragen musste.
 
An meinem ersten Tag in Genua schaute ich mich ein bisschen im Stadtzentrum um, besuchte dann das Aquarium, spazierte am Meer entlang und traf mich Abends wieder mit meiner Freundin, um einen Aperitivo zu nehmen und dann zum Beach-Rugby zu gehen. Für den nächsten Tag war ich mit einer Klassenkameradin verabredet, die nach der Schule als Aupair nach Genua ist. Wir hatten uns natürlich viel zu erzählen und verbrachten einen schönen entspannten Nachmittag in der Stadt und am Hafen. Genua hat vielleicht nicht unbedingt den Ruf besonders schön zu sein, da viele nur die dreckige Hafenstadt sehen, was teilweise ja auch stimmt. Aber andererseits ist das Zentrum sehr schön, das Klima ist toll, die Stadt liegt am Meer und vor allem der Stadtteil Nervi, der etwas außerhalb ist, ist ein Traum! Ein Besuch lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall!

Am Mittwoch ging es dann mit dem Flixbus nach Florenz, was viel schneller ging als eine Zugfahrt, da man nicht umsteigen muss, außerdem ist es natürlich sehr preisgünstig. Mittlerweile fahren diese Fernbusse ja in immer mehr Ländern innerhalb Europas, also lohnt es sich auf jeden Fall, diese als Transportmittel in Betracht zu ziehen, gerade wenn es um größere Städte geht. 
Aber zurück zum Thema: Ich kam Mittags in Florenz an und checkte direkt in mein Hostel ein. Die Mitarbeiter waren nett, aber insgesamt fühlte ich mich nicht so wohl, die Bäder waren immer überschwemmt, ich bin mir nicht sicher, ob die Betten frisch gemacht wurden und es gab weder Aufenthaltsräume noch Schließfächer. So musste ich alle meine Wertsachen permanent mit mir herum tragen, zumal einer meiner Zimmernachbarn auch einfach mein Handtuch nahm, was mich ziemlich anwiderte...
Aber egal, schließlich war ich nicht wegen des Hostels dort, sondern um mir Florenz anzuschauen! Das Wetter war wirklich toll und da auch Florenz nicht sehr groß ist, ging ich alles zu Fuß. Am ersten Tag lief ich zum Piazza Michelangelo, von wo aus man einen tollen Blick über die Stadt hat. Anschließend schaute ich mir einige andere Plätze an (Piazza Santo Spirito, Piazza della Repubblica, Piazza della Signoria) und ließ mich einfach ein bisschen treiben. Abends lief ich durch die Straßen, blieb bei Straßenmusikern stehen und genoss einfach die Stimmung in der Stadt.
Am nächsten Tag ging es zum Dom, denn ich hatte zufällig eine Karte geschenkt bekommen. Zwar konnte ich nicht mehr ins Museum, da das mit dem Ticket schon gemacht wurde, aber in die Kirche hinein und auf den Glockenturm konnte ich gehen, was wirklich toll war. Vom Turm aus hat man eine super Sicht über die Stadt und auf die Kuppel des Doms und es lohnt sich wirklich, die über 400 Stufen zu erklimmen! Als ich wieder unten angekommen war, kaufte ich mir zur Belohnung ein selbst kreiertes Eis im Magnum-Store, worauf ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte.
Nachmittags ging ich ins Museum des Palazzo Pitti, einem Schloss, in dem sich Kunstausstellungen befinden. Als ich dort war gab es eine Ausstellung der Fotografien von Karl Lagerfeld, was auch der  eigentlich Grund für meinen Besuch im Museum war. Die Ausstellung war leider nicht allzu groß, aber ich war einfach begeistert von den Modefotografien! Es ist der Wahnsinn, wie diese inszeniert sind, wie sie eine eigene Geschichte erzählen und so viel aussagen, ich komme selbst jetzt noch ins Schwärmen!
Nach meinem Museumsbesuch schlenderte ich noch ein bisschen durch die Läden und holte mir Abends eine Pizza, die ich auf der Piazza Santo Spirito aß. Später saß ich auf der Ponte Vecchio und hörte einem Straßenmusiker zu. Er spielte italienische Lieder, ein Pärchen tanzte auf der Straße und auf einmal kniete er vor ihr nieder und hielt um ihre Hand an... Die Leute ringsherum standen auf, mit Tränen in den Augen und brachen in Jubeln aus. In solchen Momenten ist es so schön, lebendig zu sein, im Hier und Jetzt zu sein und einfach den Augenblick zu genießen...
Schon am nächsten Morgen hieß es dann wieder Abschied nehmen. Florenz hat mir sehr gut gefallen, sogar besser als Rom, denn die Stadt ist wirklich wunderschön und hat ihre ganz eigene Atmosphäre. Die Nächte in Florenz sind der Wahnsinn, überall ist Musik, Straßenmusiker, DJs, Partys, Modeveranstaltungen. Nachts blüht einfach das Leben in Florenz und ich liebe es, wenn Städte nicht schlafen, wenn sie nicht aussterben, sobald es dunkel wird...

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1 Kommentar

  1. So wie es aussieht, hast du eine gute Zeit erwischt in Florenz. Nicht zu überlaufen und nicht zu heiß. Und du hast die Zeit auch wohl gut genutzt. Toll, was du alles alleine unternimmst!
    Interessant wäre auch, in welchen Unterkünften du genächtigt hast und welche du besonders oder eben überhaupt nicht empfehlen würdest.

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