18.09.2016

{Travel} Victoria


Nachdem ich drei Tage in Tofino verbracht hatte, ging es für mich weiter nach Victoria, die Hauptstadt von British Columbia. Als ich nach einer längeren Busfahrt dort angekommen war, bekam ich allerdings erst mal einen kleinen Schreck, denn anstelle der üblichen 4-6-Bett-Dorms war ich nun plötzlich in einem richtigen Schlafsaal mit 20 Betten. Aber ich kann euch gleich beruhigen: Das Hostel hat mir total gut gefallen, das Zimmer war erstaunlich ruhig, erst morgens, als die Leute anfingen ihre Schließfächer zu öffnen, wurde es etwas lauter. Ich war auf alle Fälle positiv überrascht!
Aber nun genug vom Hostel: Das Wetter war endlich richtig schön, deshalb lief ich gleich los, um mich ein bisschen umzuschauen. Ich ging gemütlich am Hafen vorbei, in Richtung Fisherman's Wharf. Die schwimmenden Häuser dort sind einfach so süß und es wohnen wirklich Leute darin, was ich mir total cool vorstelle. Ich konnte gar nicht genug Fotos bekommen, denn auch das Licht war gegen Abend einfach wunderschön! Wie es sich gehört, holte ich mir dann zum Essen eine Portion Fish and Chips, bevor ich zurück zum Hafen lief. Als ich in der Stadt war, fand gerade das International Buskers Festival statt. Jeden Abend traten Straßenkünstler aus aller Welt auf, der Eintritt war frei, die Bezahlung ging danach direkt in die Hüte der Künstler. Das Festival war ziemlich cool und ich ging dann eigentlich jeden Abend dorthin.
Victoria ist bei Nacht generell einfach wunderschön. Das British Columbia Parliament Building ist beleuchtet, sodass es wie ein Disney-Schloss aussieht, da man nur noch die Umrisse aus Lämpchen sieht. Und auch sonst leuchten und glitzern überall die Lichter, besonders am Hafen ist es einfach unglaublich schön!
Am nächsten Tag war wieder tolles Wetter, allerdings wehte ein ziemlich starker, kalter Wind. Ich ging noch Mal zum Fisherman's Wharf, weil ich unbedingt noch die Robben sehen wollte, die dort immer hinkommen. Leider hatte ich wieder kein Glück, es war nur ein Otter da, aber die sind ja auch zuckersüß. Dann ging ich zum Beacon Hill Park, welcher echt toll ist, man sollte ihn sich keinesfalls entgehen lassen. Es gibt zahlreiche bunte Blumenbeete, Teiche mit Enten und Wasserschildkröten und ab und an läuft einem sogar ein Pfau über den Weg. Ich saß ein bisschen dort und habe gelesen, dann ging ich weiter durch den Park in Richtung Strand. Man läuft auf einen Hügel und oben angekommen sieht man vor sich die Strände und das Meer, ein super Ausblick!
Am Abend, bevor ich wieder zum Buskers Festival ging, sah ich einen wunderschönen, tiefroten Sonnenuntergang über dem Meer, es war einfach unglaublich!
Am nächsten Tag, meinem letzten in Victoria, ging ich mit einer Deutschen, die ich bereits aus Tofino kannte, auf eine Strandwanderung. Aber davor mussten wir unbedingt noch Mal beim Fisherman's Wharf vorbei und diesmal hatten wir Glück: sowohl die beiden Robben, als auch der Otter waren da und ließen sich füttern. Es war einfach zuckersüß!
Dann gingen wir an den Stränden entlang, zwischendurch machten wir Pause, sonnten uns und gingen baden. Je weiter man aus dem Stadtzentrum heraus kommt, desto größer und toller werden die Häuser und Villen. Was ich sehr witzig fand, war, dass wir gerade in diesen Gegenden immer wieder über Bücherstapel stolperten, die die Anwohner zum Mitnehmen in ihre Vorgärten gelegt hatten. Leider hatte ich aber in meinem Rucksack keinen Platz mehr... Als wir gegen Abend zurück in die Stadt fuhren, ging ich schnell für das Abendessen einkaufen und anschließend wieder zum Buskers Festival. Danach kochte ich Spaghetti mit Tomatensoße und saß dann noch lange mit Leuten aus dem Hostel zusammen. Am nächsten Morgen ging es dann schon früh mit Bus und Fähre zurück auf's Festland und nach Whistler.

Victoria hat mir insgesamt total gut gefallen, die Stadt ist wunderschön und die vielen Strände sind natürlich toll! Auch wenn es die Hauptstadt von British Columbia ist, ist es viel kleiner als Vancouver und es gibt einfach nicht so viel zu tun wie in meiner Lieblingsstadt. Mit Shopping ist es auch nicht so berauschend, da es hauptsächlich Touristenläden gibt. Was es allerdings zur Genüge gibt, ist Tee, denn Victoria ist wirklich sehr britisch. Ein Besuch in der Stadt lohnt sich insgesamt auf jeden Fall, auch wenn man meiner Meinung nach nicht so viel Zeit einplanen muss wie für Vancouver.
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Kommentare

  1. Wieder sehr schöne Bilder. Du hast einen guten Blick. Ich freue mich schon auf Whistler...

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  2. Sehr sehr schön! Schau doch auch mal bei mir vorbei :) MEIN BLOG

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