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3. April 2017

{Travel} Bangkok pt. 1, Thailand

Hallo ihr Lieben, ich hoffe euch geht es gut und ihr konntet das Frühlingswetter in den letzten Tagen genießen. Ich bin noch bis Donnerstag in Stuttgart, bevor es zurück nach Berlin geht. Bis dahin genieße ich es, bei meiner Familie zu sein, Freunde zu treffen und bei dem schönen Wetter in der Stadt unterwegs zu sein. Nebenbei habe ich es endlich geschafft die unzähligen Fotos von meinen vier Wochen in Thailand zu bearbeiten. Somit habe ich glaube ich genug Postmaterial für die kommenden Wochen.

Aber nun von vorne: Ende Februar ging es für mich und zwei Freunde, Nico und Theo, los nach Thailand. Nach einem zehnstündigen Flug kamen wir um die Mittagszeit in Bangkok an. Als wir es durch die Immigration geschafft hatten, hieß es erst mal den Zug in die Stadt finden, was aber tatsächlich recht einfach ist. Schon eine halbe Stunde später standen wir dann mitten in Bangkok, umgeben von Tuktuks, Autolärm, fremden Gerüchen, dem Treiben der Großstadt und der Hitze. Ich muss zugeben, dass mir die Stadt im ersten Moment nicht ganz geheuer war, alles war so laut, groß, stinkig und fremd. Trotz anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten schafften wir es aber letztendlich mit Hilfe von maps.me zu unserem Hostel. Nachdem wir eingecheckt hatten ruhten wir uns kurz aus, bevor wir uns ein bisschen in der Gegend umschauten und etwas zu Essen suchten. Da uns das Streetfood noch etwas suspekt war, landeten wir letztendlich in einem Food Court im Siam Center, der im Lonelyplanet Reiseführer empfohlen war. Rückblickend war das Essen dort aber echt nicht so toll, vergleichsweise sehr teuer und es gab so gut wie nichts vegetarisches. Nico und ich hatten aber unsere erste Mango mit Sticky Rice, ein Gericht, das während der gesamten Reise zu unseren Favoriten gehörte. 
Da wir nach der langen Reise sehr müde waren und die riesige Mall auch nicht wirklich etwas Besonderes zu bieten hatte (es gab alles was es bei uns auch gibt, von Zara über Brandy Melville zu Prada....), gingen wir nach dem Essen zurück ins Hostel. Dort setzten wir uns noch auf ein Bierchen nach draußen, wo wir prompt mit einem Münchner ins Gespräch kamen. Da er schon zum zweiten Mal in Bangkok war konnte er uns den ein oder anderen Tipp geben, bevor wir dann todmüde ins Bett fielen.
Dank der Zeitumstellung wachten wir am nächsten Tag erst kurz vor zwölf auf, weshalb wir uns dann ziemlich beeilten um los zu kommen. Wir nahmen ein Tuktuk Richtung Chinatown, wobei wir erst einen kleinen Zwischenstopp einlegten. Der Fahrer erklärte uns nämlich, dass wir so gut wie nichts zahlen müssten, wenn wir in eine Schneiderei gingen und so taten, als hätten wir Interesse. Er würde dafür einen Tankgutschein bekommen, was anscheinend mehr wert war als der normale Fahrtpreis. So gingen wir in den Laden, schauten uns die Bilder von Anzügen und Kleidern von Hugo Boss und co. an und ließen uns ein bisschen bequatschen. Nico probierte sogar etwas an, bevor wir meinten wir müssten es uns noch überlegen und zurück ins Tuktuk stiegen und endgültig nach Chinatown fuhren. Da wir sehr hungrig waren, wollten wir erst Mal etwas zu essen suchen, was sich als schwieriger als gedacht heraus stellte, da wir uns immer noch nicht an das Straßenessen wagten. Letztendlich landeten wir in einem indischen Restaurant, das auch im Lonelyplanet empfohlen war. Auch das war für den Preis leider ein wirklicher Reinfall, aber was soll's... Nach dem Essen spazierten wir weiter durch Chinatown, bis wir vor lauter Blasen kaum noch laufen konnten. Tatsächlich ist es nämlich keine so gute Idee, nach dem deutschen Winter mit ausschließlich geschlossenen Schuhen einen ganzen Tag in Flipflops oder Birkenstocks rumzuspazieren, denn unsere Füße waren das einfach nicht mehr gewöhnt. Deshalb nahmen wir dann ein Boot und fuhren ein bisschen den Fluss entlang, bevor wir zurück zum Hostel gingen und erst Mal ausruhten. Ich glaube wir waren alle noch ein bisschen überfordert von Bangkok und mochten die Stadt in dem Moment noch nicht so wirklich gerne...
Am Abend wagten wir uns dann aber immerhin endlich an richtiges thailändisches Essen. Ich hatte ein Green Mushroom Curry, was unglaublich scharf, aber auch unglaublich lecker war. Nach dem Essen gingen wir in die Cloud 47, eine Rooftopbar. Die Cloud 47 ist um einiges günstiger als die Sky Bar, in der Hangover 2 gedreht wurde und man kann mit normaler Kleidung rein kommen. Der Blick über das nächtliche Bangkok aus dem 47. Stockwerk ist natürlich der Wahnsinn!
Gegen elf machten wir uns dann von dort aus mit einem Tuktuk auf den Weg in Richtung Khao San Road. Am Abend zuvor war diese uns als "die verrücktesten 300m der Welt, jenseits von Gut und Böse" beschrieben. Dort angekommen musste ich aber sagen, dass diese Beschreibung natürlich total übertrieben war. Klar war es verrückt, es gibt eine Bar an der anderen, dort sind unglaublich viele Leute die aus Buckets trinken und feiern, ständig werden einem Lachgas und Skorpione zum essen angeboten. Aber als "jenseits von Gut und Böse" würde ich das jetzt nicht bezeichnen... 
Naja, wir suchten uns erst Mal eine Bar, in der wir sitzen konnten und einen Cocktail tranken, bevor wir uns dann unter die Tanzenden mischten. Was ich beim Feiern auf der Khao San Road echt cool fand, war dass wir mit so vielen Leuten geredet und getanzt haben, was teilweise echt witzig war denn die Stimmung dort ist einfach super. Umso überraschter waren wir, als um zwei Uhr in fast allen Bars die Musik ausging und die Party plötzlich vorbei war. Nach ein paar Tagen in Thailand lernten wir, dass das mittlerweile gesetzlich so ist und es nur wenige Ausnahmen gibt, aber in dem Moment waren wir einfach echt überrascht, schließlich hatten wir von der Khao San Road als die Partymeile schlechthin gehört. Da wir aber keine Lust hatten, den teuren Eintritt in die einzige noch offene Bar zu zahlen und schon wieder hungrig waren, wagten wir uns an unser erstes Streetfood: Pad Thai auf der Khao San Road. Rückblickend können wir echt nicht mehr sagen, ob es nur so gut war, weil es unser erstes war und wir noch keinen Vergleich hatten, oder ob es wirklich so lecker war. Aber die Hauptsache ist: wir haben es überlebt und seitdem unsere Angst vor Streetfood (zum Glück) überwunden!
Am nächsten Tag wollten wir Abends nach Chiang Mai fahren, weshalb wir Mittags zum Bahnhof gingen um Tickets zu kaufen. Eigentlich war der Plan, einen Nachtzug zu nehmen, der war aber für die nächsten beiden Tage schon komplett ausgebucht, weshalb wir dann ein bisschen verzweifelt waren. Letztendlich konnten wir aber direkt im Hostel noch einen Bus für den selben Abend buchen, also ging das Ganze noch gerade so gut. Aber wir haben gelernt, dass man nicht immer alles ganz spontan machen kann... An dem Tag aßen wir noch eine super leckere Nudelsuppe in einem Streetfoodrestaurant und überwanden unsere Angst vor dieser Art von Essen so endgültig.
Zu dem Zeitpunkt hätte ich auch gut noch etwas länger in Bangkok bleiben können, denn spätestens an dem Tag, wenn nicht sogar schon am Abend zuvor, hatte ich mich dann an die Stadt gewöhnt und sie in mein Herz geschlossen. Aber ich glaube die anderen beiden waren immer noch nicht so große Fans von Thailands Hauptstadt... Da ich aber am Ende meiner Reise noch Mal zwei Nächte in Bangkok war, war das gar kein Problem. Mehr dazu erfahrt ihr dann aber später, denn die nächste Station war ja erst Mal Chiang Mai...

Kommentare :

  1. Tolle Bilder und starker Bericht. Ich bin gespannt auf mehr.......

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  2. Mango mit Reis? Hört sich interessant an :) Finde das Essen in anderen Ländern immer seeehr spannend.
    Witzige Geschichte mit dem Tuktuk und der Schneiderei ^^

    Schade, dass die Menschen hier generell nicht so den Drang verspüren nach Asien zu reisen. Ist bestimmt eine ganz andere Welt und man bekommt viele neue Eindrücke :)

    Alles Liebe, Maya von Mayanamo

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