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29. Juli 2016

Italy iPhone-Diary

Ihr Lieben, 
als ich diesen Post verfasst habe, war ich im Hostel in Whistler und habe versucht, ihn vom Handy aus zu veröffentlichen, damit er pünktlich am Mittwoch online gewesen wäre. Tja, leider hat das nicht geklappt, weshalb ich ihn jetzt von Seattle aus am Laptop fertig stelle. 
Wie dem auch sei: ich habe mich total in Kanada verliebt, am Liebsten würde ich mir sofort ein Working-Holiday-Visa holen und für einige Monate dort bleiben! Die Berge, das Meer, die Wälder, die Städte und Dörfer, sowie die unglaubliche Weite dieses Landes haben es mir einfach angetan. Vancouver ist nun offiziell meine Lieblingsstadt und hätte ich die Chance, würde ich sofort dort hin ziehen, trotz der großen Entfernung. Aus irgendeinem Grund war ich vom ersten Moment an hin und weg und habe mich einfach daheim gefühlt. 
Nun geht es aber am Samstag bereits zurück nach Hause, ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit verging, wie viel ich erlebt habe,.... Ich war in Seattle, Vancouver, Tofino, Victoria und Whistler...es war einfach unglaublich! Mehr dazu erfahrt ihr aber ab Sonntag, wenn ich daheim bin und die unzähligen Fotos von meiner Reise bearbeitet habe. 
Heute soll es ein letztes Mal um Italien gehen, denn ich wollte euch noch ein paar meiner Handy-Fotos zeigen und so meinen Trip zum Schluss noch Mal zusammen fassen! Mittlerweile fühlt es sich an, als seien Monate vergangen, seit ich dort unterwegs war, dabei ist es nur ein paar Wochen her... Viel zu sagen gibt es dazu eigentlich nicht mehr, denn ich habe ja bereits alles ausführlich erzählt :) 
Ich wurde außerdem gefragt, ob ich vielleicht mal generell etwas über das Reisen schreiben könnte, über Hostels, Planung, das Packen,... Das kann ich auf alle Fälle machen, sobald ich wieder daheim bin, jetzt habe ich ja auch noch Erfahrungen außerhalb Europas gesammelt, also seid gespannt!  
1. In Como auf dem Weg nach Riomaggiore | 2./3. Riomaggiore, Cinque Terre | Sonnenuntergang in Riomaggiore
1. im Hostel in Levanto | 2. Sonnenuntergang in Levanto | 3. Sturm | 4. Levanto
1. Sonnenuntergang in Malcesine am Gardasee | 2. Malcesine | 3. Stracciatella/Nutella Eis in der Spezialwaffel | 
4. Schloss in Malcesine am Gardasee
1. Strand auf Korsika | 2. Häuser auf Korsika | 3. Gumpen des Flusses Cavo | 
4. Blick auf das Meer bei Sonnenuntergang vom Haus aus 
1. Genua | 2. ich in Florenz | 3. endlich ein Magnum Eis! | 4. Florenz 
 1. im Kolosseum | 2. Kolosseum bei Nacht | 3. Foro Romano | 4. Piazza Navona

24. Juli 2016

{Travel} Rom

Ihr Lieben,
Nachdem mein Aufenthalt in Seattle sich schon dem Ende zuneigt, komme ich jetzt endlich zum letzten Teil meiner Italienreise, der Hauptstadt Rom! Dort verbrachte ich fünf schöne, aber auch anstrengende Tage. Ursprünglich bin ich alleine dorthin gefahren, dann kam aber ganz spontan am zweiten Tag noch eine Freundin dazu, was wirklich toll war, denn Rom alleine ist schon irgendwie anstrengend.
Aber von vorne. Ich verließ Florenz am Freitag und nahm wieder den Flixbus, um in die italienische Hauptstadt zu gelangen. Dort ging ich direkt in mein Hostel, mit dem ich dieses Mal einen wirklichen Glückstreffer gelandet hatte! Zwar war es nicht ganz zentral, sondern bei der Universität, aber es war klein, hübsch eingerichtet, sauber und die Atmosphäre war wirklich toll! Dadurch, dass es Frühstück und einen Aufenthaltsraum gab, kam man immer mit Leuten ins Gespräch und auch die Betreiber waren super nett und hilfsbereit.
Nachdem ich also eingecheckt hatte wollte ich ein bisschen die Umgebung erkunden, entschied mich unterwegs dann aber spontan dafür, einfach zum Kolosseum zu laufen. Wie immer, wenn ich vor einer so bekannten Sehenswürdigkeit stehe konnte ich es gar nicht glauben, dort zu sein! Das Kolosseum ist wirklich gigantisch. Ich lief ein Mal herum und ging dann weiter der Nase nach, denn für einen Besuch war es bereits zu spät. Das Tolle an Rom ist, dass immer wieder mitten in der Stadt alte Ausgrabungen sind, einfach zwischen den modernen Häusern und dem Straßenlärm. Von einer Sekunde auf die Nächste ist man in einer anderen Welt... An diesem Abend war es besonders schön, denn die Sonne ging bereits unter und das Licht war einfach zauberhaft.
Am nächsten Tag kaufte ich dann Karten um mit meiner Freundin das Kolosseum und die Ausgrabungen des Foro Romano/Palatino zu besuchen. Für alle unter euch, die vielleicht noch nach Rom gehen, habe ich hierzu einen kleinen Tipp: Der Eintritt zum Kolosseum beinhaltet immer auch den Eintritt zum Palatino, deshalb kann man eine Menge Zeit sparen, wenn man die Tickets dort kauft, anstatt beim Kolosseum! Dafür muss man lediglich die Via di San Gregorio vom Kolosseum aus entlang laufen, dann kommt irgendwann rechts der Eingang mit Ticket Office. Ich musste dort weniger als zehn Minuten anstehen :)
Nachdem ich die Tickets hatte, ging ich zum Monumento a Vittorio Emanuele II und schaute mir dieses und die Umgebung an, bis es Zeit wurde, meine Freundin vom Bahnhof zu holen. Glücklicherweise hat sie tatsächlich noch einen Platz in meinem Hostel gefunden, wo wir ihr Gepäck abluden, um dann anschließend zum Kolosseum zu gehen. Der Besuch des Kolosseum war definitiv eines meiner Highlights, wobei ich zugeben muss, dass es von außen schöner und imposanter ist als von innen. Auch das Foro Romano und der Palatino haben mir super gefallen, inmitten der Ausgrabungen ist es so ruhig und friedlich. Es gibt keine festgelegten Rundwege, weshalb nicht alle Menschen auf einem Fleck sind und man kann für eine Weile vergessen, dass man sich in der italienischen Metropole befindet. Ganz anders war hingegen der Trevi Brunnen, den wir anschließend anguckten. Beziehungsweise versuchten wir ihn anzugucken, was gar nicht so einfach ist, wenn sich zehn Reihen Menschen davor tummeln.
Die spanische Treppe, zu der wir am folgenden Tag gingen war leider genauso ein Reinfall, denn sie war wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen... Dafür gönnten wir uns dann ein Eis, besichtigten das Pantheon und gingen ein bisschen einkaufen. Drei Mal dürft ihr raten wo ich fündig wurde...natürlich dort, wo ich über ein halbes Jahr gearbeitet habe, bei Brandy Melville :D 
Später liefen wir zum Piazza del Popolo, kauften uns Obst und setzten uns in den Park. Da meine Freundin ein bisschen angeschlagen war, ging sie zurück zum Hostel, um sich auszuruhen, während ich zum Piazza Navona spazierte. Nachdem der Trevi-Brunnen so überfüllt war, erwartete ich eigentlich das Gleiche von dem Platz, aber hingegen meiner Vermutung hat er mir echt super gefallen. Klar, es waren auch viele Leute dort, aber es war nicht überfüllt. Der Platz ist wunderschön, die Brunnen sind toll und in der Mitte war ein Straßenkünstler, dem ich eine Weile zuschaute.
Irgendwann wurde ich hungrig und holte mir eine Pizza, die ich dann auf einer Mauer neben Ausgrabungen aß... So lässt es sich leben :)
Am nächsten Tag ging es dann endlich zum Vatikan. Auch dort war es wieder ein unglaubliches Gefühl, auf dem Petersplatz zu stehen und den Petersdom zu besuchen, denn beides habe ich unzählige Male im Fernsehen gesehen... Der Petersdom war definitiv auch eines meiner Highlights, auch wenn ich es ein bisschen schade fand, dass alle Touristen laut geredet und fotografiert haben. Und ich bin nicht mal religiös...aber es hat einfach nicht zur Stimmung gepasst.
Nachdem wir noch drei Postkarten per Vatikanpost verschickt hatte, stellten wir uns in die Schlange zu den Vatikanischen Museen. So verbrachten wir drei Stunden, wurden ein bisschen nass, weil es natürlich ausgerechnet dann anfing zu regnen, gingen nacheinander Café trinken, bis wir endlich endlich drin waren. Die Museen sind teilweise echt toll, aber ich fand es schon etwas schockierend zu sehen, was für Schätze die Katholische Kirche angehäuft hat, teilweise auch aus anderen Religionen. Und ich denke, wir können davon ausgehen, dass die wahren Schätze nicht mal gezeigt werden... Trotzdem waren die Museen interessant und die Sixtinische Kapelle ist der Wahnsinn! Leider wird die ganze Stimmung darin von laut redenden Touristen zerstört, die permanent von den Wächtern um Ruhe gebeten werden, das Reden aber einfach nicht lassen können, tsss.
Nachdem wir mehr oder weniger raus gescheucht wurden (die Museen schließen bereits um 18 Uhr), liefen wir noch zur Engelsburg, welche wir aber nur von außen anguckten. Von dort aus hat man einen wahnsinnigen Blick die Straße entlang, über den Petersplatz auf den Petersdom (vorletztes Bild).
Nachdem ich vier Tage lang etliche Kilometer gelaufen bin, verbrachte ich den Vormittag des letzten Tages am Meer. Hingegen meiner Erwartungen war der Strand in Santa Marinella wirklich schön, obwohl es so nah bei Rom liegt. Nachmittags gingen wir einen letzten Aperitivo nehmen und landeten einen Volltreffer: wir bekamen eine wahnsinnige Platte mit Leckereien, die wir gar nicht  alle schafften und das für nur 5€! Zum Schluss gingen wir noch zum Colosseum als es bereits dunkel war, meiner Meinung nach auch etwas, dass man unbedingt machen muss! Zwar sind auch Nachts viele Leute dort, aber die ganze Stimmung ist entspannter, man kann sich hinsetzen und den Anblick des beleuchteten Monuments auf sich wirken lassen. Ein perfekter Abschluss meiner Reise!

Insgesamt hat mir Rom auf jeden Fall gut gefallen, allerdings ist mir die Stadt zu chaotisch und zu überfüllt, weshalb ich, im Gegensatz zu London, Paris, Berlin und New York, nicht unbedingt noch Mal dort hin möchte. Ich habe die Stadt jetzt gesehen und es war toll, aber es gibt einfach Orte, die mir mehr zusagen. Ich denke das kennt jeder von euch. Trotzdem sollte man Rom auf jeden Fall mal besuchen, denn es lohnt sich und wie gesagt, die Stadt ist toll, aber mir persönlich reicht ein Mal :)

20. Juli 2016

storms

Man glaubt gar nicht, dass diese Bilder am Mittelmeer in Italien entstanden sind... Und spätestens als die Surfer heraus kamen, habe ich mich gefühlt wie am Atlantik. Wenn dieser Post veröffentlicht wird, befinde ich mich aber weder am Mittelmeer, noch am Atlantischen Ozean, sondern zum ersten Mal in meinem Leben am Pazifik, genauer gesagt in Tofino auf Vancouver Island, ich bin gespannt!
Seattle hat mir bis jetzt super gut gefallen, die Stadt ist wirklich cool und vor allem die Seen und Parks haben es mir total angetan. Das Einzige was ziemlich nervig ist, ist dass nach all dem Brexit-Unfug der Euro im Gegensatz zum Dollar immer noch sehr schlecht steht, weshalb alles einfach unglaublich teuer ist...
Aber naja, mehr zu meinem Trip erfahrt ihr dann bald, wenn ich die unzähligen Bilder auch bearbeitet habe :)

17. Juli 2016

{Travel} Genua und Florenz

Nachdem ich Korsika schweren Herzens verlassen und mir auf der Fähre einen ordentlichen Sonnenbrand geholt hatte, verbrachte ich zwei schöne Tage in Genua. Ich kannte die Stadt bereits von früheren Besuchen, da Freunde von uns dort wohnen. Bei der Tochter war ich auch jetzt zu Besuch. Eben weil ich nicht zum ersten Mal in Genua war, lies ich die Kamera daheim, denn ich wusste ja, dass ich sie in den darauffolgenden Tagen noch genug mit mir rumtragen musste. 
An meinem ersten Tag in Genua schaute ich mich ein bisschen im Stadtzentrum um, besuchte dann das Aquarium, spazierte am Meer entlang und traf mich Abends wieder mit meiner Freundin, um einen Aperitivo zu nehmen und dann zum Beach-Rugby zu gehen. Für den nächsten Tag war ich mit einer Klassenkameradin verabredet, die nach der Schule als Aupair nach Genua ist. Wir hatten uns natürlich viel zu erzählen und verbrachten einen schönen entspannten Nachmittag in der Stadt und am Hafen. Genua hat vielleicht nicht unbedingt den Ruf besonders schön zu sein, da viele nur die dreckige Hafenstadt sehen, was teilweise ja auch stimmt. Aber andererseits ist das Zentrum sehr schön, das Klima ist toll, die Stadt liegt am Meer und vor allem der Stadtteil Nervi, der etwas außerhalb ist, ist ein Traum! Ein Besuch lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall!

Am Mittwoch ging es dann mit dem Flixbus nach Florenz, was viel schneller ging als eine Zugfahrt, da man nicht umsteigen muss, außerdem ist es natürlich sehr preisgünstig. Mittlerweile fahren diese Fernbusse ja in immer mehr Ländern innerhalb Europas, also lohnt es sich auf jeden Fall, diese als Transportmittel in Betracht zu ziehen, gerade wenn es um größere Städte geht. 
Aber zurück zum Thema: Ich kam Mittags in Florenz an und checkte direkt in mein Hostel ein. Die Mitarbeiter waren nett, aber insgesamt fühlte ich mich nicht so wohl, die Bäder waren immer überschwemmt, ich bin mir nicht sicher, ob die Betten frisch gemacht wurden und es gab weder Aufenthaltsräume noch Schließfächer. So musste ich alle meine Wertsachen permanent mit mir herum tragen, zumal einer meiner Zimmernachbarn auch einfach mein Handtuch nahm, was mich ziemlich anwiderte...
Aber egal, schließlich war ich nicht wegen des Hostels dort, sondern um mir Florenz anzuschauen! Das Wetter war wirklich toll und da auch Florenz nicht sehr groß ist, ging ich alles zu Fuß. Am ersten Tag lief ich zum Piazza Michelangelo, von wo aus man einen tollen Blick über die Stadt hat. Anschließend schaute ich mir einige andere Plätze an (Piazza Santo Spirito, Piazza della Repubblica, Piazza della Signoria) und ließ mich einfach ein bisschen treiben. Abends lief ich durch die Straßen, blieb bei Straßenmusikern stehen und genoss einfach die Stimmung in der Stadt.
Am nächsten Tag ging es zum Dom, denn ich hatte zufällig eine Karte geschenkt bekommen. Zwar konnte ich nicht mehr ins Museum, da das mit dem Ticket schon gemacht wurde, aber in die Kirche hinein und auf den Glockenturm konnte ich gehen, was wirklich toll war. Vom Turm aus hat man eine super Sicht über die Stadt und auf die Kuppel des Doms und es lohnt sich wirklich, die über 400 Stufen zu erklimmen! Als ich wieder unten angekommen war, kaufte ich mir zur Belohnung ein selbst kreiertes Eis im Magnum-Store, worauf ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte.
Nachmittags ging ich ins Museum des Palazzo Pitti, einem Schloss, in dem sich Kunstausstellungen befinden. Als ich dort war gab es eine Ausstellung der Fotografien von Karl Lagerfeld, was auch der  eigentlich Grund für meinen Besuch im Museum war. Die Ausstellung war leider nicht allzu groß, aber ich war einfach begeistert von den Modefotografien! Es ist der Wahnsinn, wie diese inszeniert sind, wie sie eine eigene Geschichte erzählen und so viel aussagen, ich komme selbst jetzt noch ins Schwärmen!
Nach meinem Museumsbesuch schlenderte ich noch ein bisschen durch die Läden und holte mir Abends eine Pizza, die ich auf der Piazza Santo Spirito aß. Später saß ich auf der Ponte Vecchio und hörte einem Straßenmusiker zu. Er spielte italienische Lieder, ein Pärchen tanzte auf der Straße und auf einmal kniete er vor ihr nieder und hielt um ihre Hand an... Die Leute ringsherum standen auf, mit Tränen in den Augen und brachen in Jubeln aus. In solchen Momenten ist es so schön, lebendig zu sein, im Hier und Jetzt zu sein und einfach den Augenblick zu genießen...
Schon am nächsten Morgen hieß es dann wieder Abschied nehmen. Florenz hat mir sehr gut gefallen, sogar besser als Rom, denn die Stadt ist wirklich wunderschön und hat ihre ganz eigene Atmosphäre. Die Nächte in Florenz sind der Wahnsinn, überall ist Musik, Straßenmusiker, DJs, Partys, Modeveranstaltungen. Nachts blüht einfach das Leben in Florenz und ich liebe es, wenn Städte nicht schlafen, wenn sie nicht aussterben, sobald es dunkel wird...

13. Juli 2016

twilight

Ist nicht die Dämmerung mit die schönste Zeit des Tages? Wenn alles ruhig wird, der Tag sich seinem Ende neigt und sich ein gewisser Frieden über die Landschaft legt... Im schwindenden Licht erscheint alles so viel schöner, als wenn jedes Detail beleuchtet ist. Es gibt wohl kaum schönere Farben als die des Sonnenuntergangs am Meer. Während das Licht schwächer wird, werden die Geräusche der Umgebung realer. Auf Korsika bedeutet das, der Wind, der durch die Bäume und Büsche weht und das Rauschen der Wellen am Strand, das Summen von Insekten. Selten habe ich mich an einem Ort so daheim gefühlt, wie auf der schönen Insel, selten so melancholisch, wie auf meinem Spaziergang in der Abenddämmerung und selten so frei, wie in den endlosen Weiten des glasklaren Wassers des Mittelmeers. An einem Abend waren Himmel und Meer rosa und umgeben von Blumen, Palmen und Büschen war ich im Paradies.

10. Juli 2016

{Travel} Corsica

Ihr Lieben,
Wie unschwer zu erkennen ist, geht es wieder weiter mit meinem Reisebericht und zwar mit meiner Woche auf Korsika. Im Gegensatz zum Rest meiner Reise war ich nicht alleine dort, sondern "besuchte" meine Tante und meine Großeltern, die dort drei Wochen Urlaub machten. Da sie für diese Zeit ein Ferienhaus gemietet hatten und es mehr Betten gab als benötigt, konnte ich ohne Probleme dazu stoßen. Zunächst war ich mir unsicher, ob ich eine Woche meines Solotrips für Familienurlaub "opfern" sollte oder noch länger in Malcesine bleiben sollte, aber letztendlich siegte meine Neugier auf die französische Mittelmeerinsel. Zum Glück, denn von dem Moment, in dem ich von der Fähre gegangen bin habe ich es keinen Moment bereut und bereits auf der Autofahrt von Bastia nach Porto-Vecchio, habe ich mich unsterblich in die wunderschöne Landschaft Korsikas verliebt und wäre am Liebsten für immer dort geblieben.
Die Straßen und Wege sind gesäumt von weißen, pink- und rosafarbenen Orleanderbüschen, die ganze Insel blüht, das Meer ist beinahe so klar wie in der Karibik und der Sonnenuntergang über den Bergen ist unglaublich. Da ich sowieso sehr frankophil veranlagt bin, waren die schöne Sprache und die frischen Croissants am Morgen natürlich noch ein Grund, weshalb ich mich so wohl fühlte.
Da die Woche in Korsika ja eher ein Urlaub war, verbrachte ich einige ruhige Tage mit meiner Familie. Jeden Tag vor dem Frühstück lief ich zum Meer um zu schwimmen, Vormittags machten wir ein paar kleinere Ausflüge zu anderen Stränden mit feinem Sand, der noch mehr an die Karibik erinnerte, und die Nachmittage verbrachten wir in der Umgebung des Hauses, am Meer, im Pool und in der Sonne. 
An einem Tag fuhren mein Onkel und ich Vormittags mit dem Fahrrad zu Gumpen, also Becken eines Flusses (Cavu) in den Bergen. Zwar sind diese nicht wirklich in den Bergen gelegen, sondern am Rand des Gebirges, aber dennoch war die Fahrt super anstrengend, da Korsika einfach keine flache Insel ist und es immer hoch und runter ging. Das Gemeine war, das meine Großeltern, meine Tante und die Kinder mit dem Auto fuhren... Doch auch die Fahrradfahrt hat sich gelohnt, auch wenn ich währenddessen nur am meckern war, aber verschwitzt und müde war es umso schöner, in die kalten Flussbecken zu springen! Die Landschaft ist auch dort wunderschön, die Gumpen sind umgeben von Wald, das Wasser ist glasklar, manche der Becken sind nicht tiefer als einen halben Meter, in anderen konnte ich an einigen Stellen nicht stehen. Zu einigen ist der Zugang einfach, zu anderen mit einer kleinen Kletterpartie verbunden und immer wieder trifft man auf Wasserfälle... Ihr merkt, ich bin immer noch hin und weg von der Insel, ich hätte Wochen dort verbringen können und wäre immer noch erstaunt über die Schönheit!
Ich habe meine Entscheidung, eine Woche auf Korsika zu verbringen also in keinster Weise bereut und war eher traurig, als ich Abschied nehmen musste. Auch wenn ich meine Zeit alleine genossen habe und mir ursprünglich unsicher war wegen des Familienurlaubs, war es schön, bekannte Gesichter zu sehen, Zeit mit Verwandten zu verbringen und gemeinsam am Esstisch zu sitzen. Und nicht zu vergessen: ein schönes, frisches Bett und das französische Frühstück welches natürlich um Welten besser ist als das Italienische!
Während ich diese Zeilen schreibe, die Bilder durch gucke, vermisse ich die schöne Insel so sehr, ich sehne mich zurück ans Meer, zurück zu den Orleanderbüschen, zurück zu der bezaubernden Landschaft. Ich möchte auf alle Fälle so bald es geht wieder nach Korsika gehen, um mehr von der Insel zu sehen, mehr zu erkunden, andere Städte und Strände kennen zu lernen und in den Bergen zu wandern.