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29. Juni 2016

News

Ihr Lieben,
da ich zurzeit kaum andere Fotos habe, als die von meiner Reise, zeige ich euch heute jene vom Gardasee, zu denen es nicht so viel zu sagen gibt und nutze stattdessen diesen Post, um euch mal auf's Laufende zu bringen. 
Wie ihr bereits wisst, kam ich vor einer Woche nach Hause, nach dem ich über für fünf Wochen unterwegs war. Aber keine Angst, es wird nicht langweilig, die Aufregung geht weiter, denn nächsten Montag fliege ich nach Seattle! Ja, ihr habt richtig gehört, Seattle, Washington, es geht nach Amerika und das für vier Wochen! Ich werde dort zunächst Mal eine Freundin besuchen, die ich bei meinem Workaway in Riomaggiore kennen gelernt habe, dann gehen wahrscheinlich wir zusammen oder ich alleine nach Vancouver Island und eventuell nach Portland, mal sehen. Im Moment kann ich es noch gar nicht realisieren, dass ich in einer Woche bereits in Seattle sein werde...ich bin doch gerade erst wieder heim gekommen! Mir wäre es eigentlich lieber gewesen, ich hätte ein bisschen mehr Zeit zuhause gehabt, aber das ging zeitlich nicht.
Diese Woche verbringe ich deshalb noch viel mit Freunden, am Wochenende habe ich noch einen Tanzauftritt, Posts müssen vorbereitet werden und dann heißt es nun schon wieder den Koffer packen... Ich bin echt gespannt auf die Zeit in den USA und was sie so mit sich bringt!

26. Juni 2016

{Travel} Malcesine, Gardasee

Ihr Lieben,
Am Mittwoch bin ich von meiner Italienreise heim gekommen, es waren wirklich tolle, erlebnisreiche und unvergessliche fünf Wochen! Jetzt ist es aber auch schön, mal wieder daheim zu sein. Trotzdem möchte ich euch natürlich den Rest meiner Reise nicht vorenthalten, weshalb ich heute von meiner dritten Station, Malcesine am Gardasee, erzählen möchte.

Nach Malcesine kam ich wieder mit Workaway, diesmal ging es aber nicht in ein B&B, sondern zu einer Familie, um im Haushalt, Garten und beim Babysitten zu helfen. Wahrscheinlich könnt ihr euch vorstellen, dass ich ziemlich aufgeregt war und Angst hatte, nach dem Riomaggiore doch eher ein Reinfall war... Ich hatte mir aber ganz umsonst Sorgen gemacht, die Frau, bei der ich wohnte, war total nett und ihr fünfjähriger Sohn war auch wirklich süß, wir haben uns trotz sprachlicher Barriere super verstanden. Ich verbrachte eine Woche bei ihnen, hatte eine Einzimmerwohnung im Haus und kochte für mich selber, bekam die Lebensmittel aber gestellt. An zwei Tagen arbeitete ich im Garten, zwei Tage putzte ich das Haus und einen Tag verbrachte ich mit Babysitten. Die restlichen beiden Tage hatte ich frei, an einem ging ich nach Verona, den Anderen verbrachte ich am See. Auch sonst konnte ich nach getaner Arbeit machen, was ich wollte und ging an den See, spazierte durch Malcesine, saß am Hafen und durfte an einem Nachmittag auch mit ins Schwimmbad gehen, denn leider war das Wetter die meiste Zeit eher wechselhaft.
Von der ganzen Wohn-/Arbeits-/Freizeitsituation war meine Workaway-Erfahrung in Malcesine auf jeden Fall toll, die Leute waren super nett, haben mir sehr geholfen, waren offen und aufgeschlossen, die Arbeit war zwar nicht immer spaßig (wer putzt schon gerne...), aber total in Ordnung. Malcesine ist eine süße Kleinstadt am Gardasee, welcher wirklich schön ist, das Wasser ist so klar (und ziemlich kalt) und die Berge im Hintergrund sehen einfach toll aus. In der Stadt selber findet man in den Gassen kleine Läden, Bars und Restaurants sowie ein Hotel am Anderen, wobei es nicht überfüllt ist, zumindest nicht Ende Mai. Eigentlich gibt es auch eine Gondel, ich bin aber leider nicht auf den Berg gefahren, da die Wolken immer so tief hingen... Da die ersten zwei Tage aber zum Glück noch schön waren, kam ich immerhin in den Genuss des Sees. Ansonsten saß ich gerne an dem kleinen Hafen der Stadt oder holte mir Abends ein Eis und setzte mich noch ans Ufer des Sees. Wenn ich zurück denke, habe ich die Woche als sehr ruhig in Erinnerung, nicht weil ich nichts zu tun hatte, denn das hatte ich ja, sondern einfach von der Stimmung und dem Ort her.
Rückblickend kann ich also sagen, dass mein Workaway in Malcesine eine tolle Erfahrung war und ich bin wirklich froh, dass ich dem Ganzen nach Riomaggiore noch Mal eine Chance gegeben habe!

22. Juni 2016

monterosso

Ihr Lieben,
wenn dieser Post veröffentlicht wird, bin ich gerade auf dem Weg von Rom zurück nach Hause, wo ich zehn Tage verbringen werde, bis es schon wieder weiter geht... Mehr dazu erzähle ich euch aber von daheim aus!
Bereits im letzten Post habe ich euch ja von meiner Wanderung nach Monterosso erzählt und natürlich möchte ich euch die Fotos von der Stadt nicht vorenthalten. Wenn man von Levanto aus wandert, so kommt man zuerst in den modernsten Teil der Monterossos, wo sich neue Villen und Luxushotels befinden, was ich, nach allem was ich von den Cinque Terre gesehen hatte, so gar nicht erwartete. Je mehr ich aber ins Zentrum kam, umso schöner wurde es. Die Küste und die Altstadt sind wirklich bezaubernd, wie auch in Riomaggiore fahren dort keine Autos, es gibt zahlreiche süße Läden und Cafés und die Häuser sehen so toll aus... Trotzdem ist Monterosso meiner Meinung nach nicht so schön wie Riomaggiore, vor allem weil die Bucht mit dem kleinen Hafen fehlt und weil es einfach größer ist...

18. Juni 2016

{Travel} Levanto

Ihr Lieben,
nachdem ich euch letzte Woche vom Beginn meiner Reise erzählt habe, geht es jetzt weiter mit meiner zweiten Station, Levanto. Levanto ist eine kleine Stadt in Ligurien, die direkt an die Cinque Terre grenzt. Nachdem ich Riomaggiore ja um einiges früher verlassen hatte als geplant, fand ich, wie bereits im letzten Post erwähnt, noch einen Platz im Hostel in Levanto. Es war mein erster Aufenthalt in einem Hostel und ich hatte dafür einen wirklichen Glückstreffer gelandet. Ich schlief in einem Sechs-Bett-Zimmer mit Bad, es war geräumig, sauber, das Frühstück war inklusive, in drei Minuten war ich am Strand und generell war das Preis-Leistungsverhältnis top. Der einzige Nachteil waren meine laut schnarchenden Zimmergenossen, aber nachdem ich mir Ohrstöpsel gekauft hatte war auch dieses Problem gelöst.
Ich ging alleine nach Levanto und da das Hostel recht klein war, habe ich zwar ein paar Bekanntschaften geschlossen, die meiste Zeit aber für mich verbracht, was auch mal schön war, vor allem nach der ganzen Aufregung vor meiner Abreise in Riomaggiore. Wenn man alleine unterwegs ist bekommt man teilweise eine ganz andere Sicht auf viele Dinge und man lernt sehr viel über sich selbst. Manchmal ist es schwierig, weil man so viel Zeit zum Nachdenken hat, aber das Tolle ist wirklich, das man einfach ganz spontan das machen kann, worauf man im Moment Lust hat.
Nachdem ich so den ersten Nachmittag am Strand verbracht hatte, entschied ich mich am darauffolgenden Tag für eine Wanderung. Das Wetter war nicht so toll, es war grau und stürmte, sodass plötzlich die Surfer in aus ihren Löchern krochen... Ich hatte zuvor nicht gewusst, dass man im Mittelmeer Wellenreiten kann...
Aber zurück zu meiner Wanderung: Der Wanderweg nach Monterosso (Cinque Terre) ist wunderschön, es geht über die Berge, an den Klippen entlang, mit wahnsinnigen Blick auf das Meer. Je weiter ich hoch kam, desto schöner wurde das Wetter, die Sonne kam heraus, der Himmel wurde blau und es war plötzlich wieder richtig warm. Normalerweise bin ich überhaupt kein Fan von Wanderungen, aber irgendwie ist es noch mal etwas Anderes, wenn man alleine ist und aus eigenem Willen loszieht. Zudem war der Weg natürlich einfach wunderschön und man kann Cinque Terre wohl kaum verlassen, ohne ein Mal gewandert zu sein... Ich lief circa drei Stunden, bis ich in Monterosso al Mare ankam. Die Stadt liegt (wie der Name schon sagt) direkt am Meer und ist um einiges größer als Riomaggiore, aber die Altstadt ist auch sehr schön. Ich lief eine Weile umher, aß ein Eis und saß am Meer, die großen Wellen waren einfach unglaublich. Gegen Abend fuhr ich dann mit dem Zug zurück nach Levanto, wo ich noch ein bisschen am Strand las (und mir eine Ente ins Bein knabberte) und dann zum Abendessen ging.
An den nächsten zwei Tagen lief ich vormittags im Städtchen herum, schaute mir die Läden, Cafés und den Markt an, kaufte mir irgendwann Früchte und Focaccio und ging dann ans Meer, wo ich die Nachmittage verbrachte. Abends nach dem Essen saß ich am Strand, schaute den Sonnenuntergang an und hörte Musik, dachte nach und genoss es einfach, am Meer zu sein.
Nach vier Nächten hieß es dann Abschied nehmen, was mir nicht leicht fiel, da ich das kleine Städtchen sehr ins Herz geschlossen hatte. Es war eine tolle Erfahrung, zum ersten Mal im Hostel zu sein, zum ersten Mal wirklich alleine unterwegs zu sein und ich war und bin so unglaublich dankbar dafür. Mittlerweile ist es schon beinahe vier Wochen her und es scheint mir wie eine Ewigkeit, angesichts der vielen Dinge, die ich seit dem erlebt habe. Ich kann nicht sagen, was der beste Teil meiner Reise war, aber Levanto war auf jeden Fall eine der wichtigsten Erfahrungen, denn noch zwei Wochen davor hätte ich mir nicht zugetraut, ganz alleine in einem in einem fremden Land zu sein, mein eigenes Ding zu machen und meine Reise von da an so spontan und vielfältig zu planen.

15. Juni 2016

natural beauty

Ihr Lieben,
ich weiß nicht, wie es euch geht, aber seit wir ein Macro-Objektiv haben, fotografiere ich wahnsinnig gerne Blumen. Ich finde die Bilder werden einfach immer toll und man sieht oft mehr Details, als mit bloßem Auge. Ich liebe diese kleinen Besonderheiten, die man durch die auffällige Blüte in ihrer Gesamtheit schnell übersehen kann... Vor allem auf meiner Wanderung in den Cinque Terre habe ich so viele schöne Pflanzen entdeckt, die ich von zu Hause nicht kenne und konnte die Kamera kaum noch aus der Hand legen. Eine kleine Auswahl meiner Bilder seht ihr hier. 

11. Juni 2016

{Travel} Riomaggiore Cinque Terre

Ihr Lieben,
nachdem es jetzt einige Zeit lang auf Grund meiner Reise vorbereitete Posts gab, möchte ich mich jetzt mit etwas Aktuellerem aus Italien melden! Diejenigen unter euch, die mir bei Instagram (inpalemoonlight) folgen, haben vermutlich schon das Ein oder Andere von meiner Reise mitbekommen, hier möchte ich jetzt aber ausführlicher erzählen, was die letzten Wochen so passiert ist. 

Am 16. Mai ging es los nach Italien mit dem Ziel Riomaggiore, Cinque Terre. Da meine Schwester zu der Zeit Schulferien hatte, fuhren sie und unsere Mama auch nach Italien in den Urlaub und nahmen mich mit. Nachdem der alte Rucksack meiner Mutter kurz vor Abfahrt kaputt gegangen ist, kauften wir bei Decathlon in Italien einen Neuen, bevor die beiden mich in La Spezia am Bahnhof absetzten. Von dort aus nahm ich den Zug nach Riomaggiore und wenige Minuten später war ich angekommen. Das Wetter war toll, der Bahnhof liegt an den Klippen und der erste Ausblick auf das Meer war einfach wunderschön! Trotz aller Aufregung dachte ich sofort: Hier kann ich es vier Wochen aushalten! 
Riomaggiore ist eine wunderschöne kleine Stadt in Ligurien. Die bunten, am Berg gelegenen Häuser sind malerisch, von den Felsen in der Marina aus hat man einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang, es gibt unzählige Aussichtspunkte an den Klippen, sowie einen kleinen Steinstrand. Autos müssen oben abgestellt werden, die Stadt mit ihren kleinen, verwinkelten Gassen mit unzähligen Treppen ist nur zu Fuß begehbar. Wären da nicht die unzähligen amerikanischen und asiatischen Touristen mit ihren Reiseführern und Kameras, könnte man meinen, man sei direkt in einer Postkarte gelandet...

Aber zurück zu meiner Reise: Mein Host holte mich am Bahnhof ab, wir brachten meine Sachen in die Wohnung und gingen dann zum Meer, wo wir das amerikanische Mädchen trafen, das auch mit Workaway dort war. Sie und mein Host waren bereits ziemlich betrunken, deshalb machte ich mir auch keine allzu großen Gedanken darüber, dass er ab und an eigenartige Kommentare von sich gab und das Mädchen immer wieder am Bein berührte.
In den kommenden Tagen stellte sich leider heraus, dass er im nüchternen Zustand genauso war, ein unglaublicher Macho, der alles was weiblich war anmachte und ins Bett kriegen wollte. Zwar würde er ganz bestimmt nichts "schlimmeres" machen, aber seine Andeutungen, sowie die Tatsache, dass er etwas "touchy" war, waren einfach unangenehm...
Die Arbeit hingegen war im Prinzip in Ordnung, wir mussten lediglich Zimmer putzen und später die Leute einchecken, was beides kein Hexenwerk ist. Das Problem war, dass wir Mädchen alleine oberhalb der Zimmer wohnten, unser Host wohnte woanders. Er erklärte bei Ankunft nichts, man erfuhr alles von jeweils dem Mädchen, das zuerst da war... In den folgenden Tagen gab es mal kein warmes Wasser, ein Mal war aufgrund eines Sturms Stromausfall und am darauffolgenden Tag gab es überhaupt kein Wasser. Immer wieder kamen natürlich Gäste, um sich zu beschweren und wir Mädchen waren damit so ziemlich auf uns alleine gestellt. Es gab Niemanden, der fest dort arbeitete, der vor Ort war und sich wirklich kümmerte. Da jeden Moment jemand vor der Tür, beziehungsweise im Appartement, stehen konnte, um sich zu beschweren und auch unser Host kam und ging wann er wollte, fühlten wir uns einfach unwohl. An dem Tag des Stromausfalls konnten wir die Wohnung überhaupt nicht verlassen, wir mussten uns schließlich um die Gäste kümmern und versuchen, das Problem zu beheben, was uns aber natürlich nicht gelang. Erst nach über einer Stunde kam unser Host dann endlich...
Oft wurde uns auch das Handy überlassen, sodass wir theoretisch in der Nähe bleiben mussten, um sofort da zu sein, wenn jemand einchecken wollte... Soviel zu den drei Stunden am Tag, wie es auf Workaway hieß...im Prinzip mussten wir von morgens bis nachts verfügbar sein, um Fragen zu beantworten, Probleme zu beheben und ein Glas Wein mit unserem Host zu trinken, wenn es ihm einfiel nach Mitternacht mal kurz vorbei zu gucken.

Das klingt jetzt alles sehr negativ, aber meine Woche in Riomaggiore war auch durchaus sehr schön" Es gab Momente, in denen unser Host wirklich nett war, er nahm uns ein Mal mit auf sein Boot, kochte uns Mittags lecker Pasta und unterhielt sich ab und an zivilisiert mit uns. Trotz allem hatte ich eine tolle Zeit, ich habe drei wahnsinnig nette Mädchen/Frauen kennen gelernt, mit denen ich jetzt noch Kontakt habe, wir haben so viel gelacht und geredet. Ich habe in der Woche kaum Geld ausgegeben, war mehrmals am Strand, habe einen Ausflug in eine andere Stadt gemacht, den Sonnenuntergang angeschaut, bin durch Riomaggiore gebummelt und bis auf einen Tag war das Wetter toll.
Insgesamt war die Workaway-Situation aber leider einfach nicht die Beste, das Verhalten unseres Hosts, die alleinige Verantwortung für das B&B und die vielen Beschwerden führten dazu, dass wir uns sehr unwohl fühlten. Nach einem weiteren Zwischenfall wollten wir das alles mit ihm besprechen, um die Situation zu verbessern, schließlich ist Riomaggiore so schön, in der Umgebung gibt es so viel zu sehen, so viele Wanderwege und Orte... Letztendlich lief es aber darauf hinaus, dass wir unsere Sachen zusammen packten und ich anstatt vier Wochen nur eine blieb, da er sich nicht kompromissbereit zeigte. 

In dem Moment hat mich das alles total schockiert, es war fast Mitternacht, ich hatte die ganze Zeit schlecht geschlafen und war somit einfach am Ende. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, schließlich hatte meine Reise gerade erst angefangen. Meine Familie war noch in der Nähe und gerade am Abreisen, deshalb fuhr ich früh Sonntag morgens zu ihnen nach Levanto, wo wir tatsächlich noch einen Platz im Hostel für vier Nächte fanden. Nachdem sich alles gesetzt hatte, ich angekommen und alleine war, war ich einfach unglaublich glücklich. Ich habe mich in dem Hostel wohl gefühlt (abgesehen von meinen laut schnarchenden Zimmergenossen), Levanto ist ein schönes Städtchen, das an Cinque Terre grenzt, weshalb ich noch ein paar Tage hatte, um die schöne Gegend zu erkunden. Man trifft in Levanto weniger Touristen an, dafür zwar mehr Urlauber, aber es ist insgesamt einfach so viel ruhiger und die ganze Situation war entspannter. Aber mehr dazu erfahrt ihr dann in Teil einem anderen Post.